18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
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Beim Video Poker ist der Rückfluss keine Schätzung, sondern das Ergebnis einer Rechnung. Blatt, Tabelle und Spielweise liegen offen, also lässt sich der Wert bestimmen. Dieser Text zeigt, woraus er entsteht, nennt die Zahlen für verbreitete Tabellen und erklärt, warum die Schwankung trotzdem alles überdeckt.
Thema
Quoten
Stand
2026-10-29
Altersgrenze
ab 18
Was die beiden Kennzahlen messen
Der Rückfluss, meist als RTP abgekürzt, benennt den Anteil der Einsatzsumme, der über sehr lange Strecken wieder bei den Spielenden landet. Der Hausvorteil ist die Gegenseite derselben Münze: Was nicht zurückfließt, bleibt beim Betreiber. Beide Werte ergänzen sich zu hundert Prozent, man kann also jeden aus dem anderen ableiten.
Wichtig ist die Bezugsgröße. Gemessen wird am Umsatz, nicht an der Einzahlung. Wer einen Betrag mehrfach umsetzt, setzt effektiv ein Vielfaches davon ein, und der Hausvorteil greift auf jeden dieser Umsätze zu. Das erklärt, warum eine Sitzung mit kleinem Guthaben und vielen Runden mehr kostet als eine kurze Sitzung mit demselben Startbetrag.
Wie die Tabelle den Rückfluss erzeugt
Bei einem Walzenspiel ist der Rückfluss fest in die Software eingebaut und von außen nicht erkennbar. Beim Video Poker steht er sichtbar an der Wand: Die Häufigkeit jeder Kombination folgt aus dem Blatt mit 52 Karten und ist für alle Anbieter identisch. Variabel ist nur, was die Tabelle für diese Kombination zahlt.
Deshalb verändert eine einzige gekürzte Zeile den gesamten Wert. In der klassischen Grundform mit Einstieg beim hohen Paar werden die Zeilen für Full House und Flush zur Kennmarke: Neun und sechs Einheiten pro Münze ergeben bei fehlerfreier Spielweise rund 99,54 Prozent Rückfluss, also einen Hausvorteil von knapp einem halben Prozent. Fällt die Zeile für das Full House auf acht und der Flush auf fünf, bleiben etwa 97,3 Prozent übrig.
Dieselbe Rechnung lässt sich für jede Tabelle anstellen, weil die Wahrscheinlichkeiten festliegen. Die unten genannten Werte sind gerechnete Ergebnisse für die jeweils genannte Tabelle bei optimaler Spielweise, keine Angaben eines bestimmten Anbieters. Welche Tabelle in einem Spielfenster tatsächlich hängt, muss jeder selbst nachsehen, und zwei Titel mit demselben Namen können unterschiedliche Fassungen tragen.
Gerechneter Rückfluss bekannter Tabellen bei optimaler Spielweise
Tabelle
Rückfluss
Hausvorteil
Hohes Paar, Full House 9 / Flush 6
rund 99,54 %
rund 0,46 %
Hohes Paar, Full House 8 / Flush 6
rund 98,4 %
rund 1,6 %
Hohes Paar, Full House 8 / Flush 5
rund 97,3 %
rund 2,7 %
Hohes Paar, Full House 7 / Flush 5
rund 96,1 %
rund 3,9 %
Hohes Paar, Full House 6 / Flush 5
rund 95,0 %
rund 5,0 %
Vollständige Tabelle mit Jokern
um 100 % herum
praktisch nicht vorhanden
Die Werte gelten für die genannte Tabelle und fehlerfreie Entscheidungen. Jede Abweichung in der Spielweise senkt den Rückfluss, jede gekürzte Zeile ebenfalls.
Häufigkeiten im Blatt von 52 Karten
Aus 52 Karten lassen sich 2.598.960 verschiedene Fünf-Karten-Blätter bilden. Diese Zahl ist die Grundlage aller Wahrscheinlichkeiten, und sie ändert sich nie. Von diesen Blättern sind genau vier ein Royal Flush, 36 ein Straight Flush, 624 ein Vierling und 3.744 ein Full House.
Symbolbild · KI-generierte Illustration
Die Angaben beziehen sich auf das erste, ausgeteilte Blatt. Nach dem Tausch verschieben sich die Werte, weil dann mit gezielt gehaltenen Karten weitergezogen wird, und genau dadurch steigt die Trefferhäufigkeit höherer Kombinationen gegenüber der reinen Austeilung deutlich an.
Mögliche ausgeteilte Blätter aus 52 Karten
Kombination
Anzahl der Blätter
Etwa jedes
Royal Flush
4
649.740. Blatt
Straight Flush
36
72.193. Blatt
Vierling
624
4.165. Blatt
Full House
3.744
694. Blatt
Flush
5.108
509. Blatt
Straße
10.200
255. Blatt
Drilling
54.912
47. Blatt
Zwei Paare
123.552
21. Blatt
Ein Paar
1.098.240
2,4. Blatt
Warum der Royal die Rechnung dominiert
In der klassischen Tabelle entfällt ein merklicher Teil des gesamten Rückflusses auf die höchste Zeile. Bei fehlerfreier Spielweise kommt ein Royal Flush ungefähr einmal in vierzigtausend Händen vor. Wer eine Stunde spielt, erreicht diese Zahl nicht, auch nicht annähernd.
Das bedeutet praktisch: Der ausgewiesene Rückfluss enthält ein Ereignis, das in einer normalen Sitzung schlicht nicht auftritt. Die restliche Zeit verläuft also unterhalb des Durchschnittswerts. Wer den Wert als Erwartung für den Abend versteht, rechnet mit einem Betrag, der in diesem Zeitraum praktisch nie zustande kommt.
Daraus folgt auch die Bedeutung des vollen Münzeinsatzes. Weil in vielen Fassungen die höchste Zeile erst beim maximalen Münzeinsatz überproportional zahlt, verliert ein reduzierter Einsatz genau jenen Anteil, der den hohen Rückfluss überhaupt erzeugt. Entscheidend ist dabei nicht mehr Geld pro Runde, sondern das Verhältnis zwischen Einsatz und der obersten Tabellenzeile.
Schwankung: was der Rückflusswert verschweigt
Zwei Spiele mit gleichem Rückfluss können sich völlig unterschiedlich anfühlen. Maßgeblich ist die Verteilung: Wie oft kommt überhaupt etwas zurück, und wie groß sind die Beträge? Varianten mit Jokern treffen selten, zahlen dann aber kräftig; Varianten mit niedrigem Einstieg treffen häufig in kleinen Beträgen.
Für die Praxis heißt das, dass die Wahl der Variante die Länge der Sitzung stärker beeinflusst als der Unterschied von einem Prozentpunkt im Rückfluss. Wer ein festes Guthaben über längere Zeit halten will, ist mit häufigen kleinen Treffern besser bedient. Wer auf die großen Zeilen zielt, muss Durststrecken aushalten, die rechnerisch normal sind.
Häufige kleine Treffer verlängern die Sitzung und dämpfen Ausschläge
Joker im Deck erhöhen die Schwankung und verschieben die Treffer nach oben
Mehrere Hände gleichzeitig vervielfachen den Einsatz, nicht die Trefferwahrscheinlichkeit
Der Rückfluss sagt nichts über die Dauer bis zum nächsten Treffer
Kurze Sitzungen liegen fast immer deutlich neben dem Durchschnittswert
Einsatzsteuer und das Angebot in Deutschland
Auf Einsätze bei virtuellen Automatenspielen und beim Onlinepoker wird in Deutschland eine Steuer von 5,3 Prozent erhoben; Schuldner ist der Anbieter, nicht die spielende Person. Bemessungsgrundlage ist die Summe der Einsätze, nicht der Gewinn oder der Umsatzüberschuss.
Symbolbild · KI-generierte Illustration
Diese Konstruktion wirkt sich auf das Angebot aus. Wo eine Abgabe am Einsatz hängt, lassen sich Spiele mit sehr hohem Rückfluss kaufmännisch schwerer darstellen als in Märkten ohne diese Abgabe. Deshalb ist es sinnvoll, die Tabelle im konkreten Spielfenster zu lesen, statt einen Wert aus einer internationalen Übersicht zu übernehmen.
Dazu kommt die Einsatzgrenze von 1 Euro je Runde. Sie begrenzt nicht den Rückfluss, aber sie begrenzt den absoluten Betrag, den die oberste Tabellenzeile überhaupt erreichen kann. Rechnerisch bleibt der Anteil gleich, gefühlt verändert sich das Spiel erheblich, weil die großen Zeilen in kleinen Zahlen landen. Wer aus Märkten ohne diese Grenze kommt, sollte das vor der ersten Sitzung einordnen und nicht mitten darin.
Die Steuer bemisst sich am Einsatz und wird vom Anbieter geschuldet
Sie erscheint nicht als Abzug im Spielerkonto
Für Privatpersonen sind Glücksspielgewinne in Deutschland grundsätzlich keine steuerpflichtigen Einkünfte
Die Einsatzgrenze von 1 Euro begrenzt die absolute Höhe einzelner Auszahlungen
Welche Tabelle angeboten wird, bleibt eine Entscheidung des jeweiligen Anbieters
Eine Tabelle in dreißig Sekunden einordnen
Für eine erste Einschätzung braucht es keine Software. Zwei Zeilen genügen, der Rest ist Feinarbeit, und zusammen mit dem Einstiegspunkt der Variante ergibt sich ein brauchbares Bild.
Wer diesen Griff zur Gewohnheit macht, vermeidet die häufigste stille Verschlechterung: dieselbe Variante, dasselbe Aussehen, eine Zeile kleiner. Die Oberfläche weist darauf nicht hin, und die Werbung erst recht nicht.
Tabelle öffnen und auf eine Münze Einsatz umstellen
Zeile für Full House ablesen
Zeile für Flush ablesen
Einstiegspunkt prüfen: hohes Paar, zwei Paare oder Joker
Beide Werte mit der obigen Übersicht vergleichen und erst dann entscheiden
Häufige Fragen
Ist ein hoher Rückfluss eine Gewinngarantie?
Nein. Der Wert beschreibt einen Durchschnitt über sehr viele Runden und enthält seltene Großtreffer, die in einer einzelnen Sitzung meist ausbleiben. Solange der Wert unter hundert Prozent liegt, arbeitet die Rechnung gegen die spielende Person, und oberhalb davon wäre sie nur bei fehlerfreier Spielweise über enorme Rundenzahlen relevant.
Warum nennen Anbieter nicht einfach den Rückfluss?
Beim Video Poker ist die Angabe nicht nötig, weil sie sich aus der sichtbaren Tabelle ergibt. Genau das ist der Vorteil gegenüber Walzenspielen, bei denen man auf eine Herstellerangabe angewiesen ist. Wer die Tabelle lesen kann, braucht keine Prozentzahl vom Betreiber.
Verändert ein Bonus den Hausvorteil?
Die Spielmathematik bleibt davon unberührt, denn Häufigkeiten und Auszahlungen ändern sich nicht. Zusätzliches Guthaben verschiebt lediglich, wie viele Runden mit gegebenem eigenem Geld möglich sind. Ob ein Angebot in der Summe günstig ist, hängt an seinen Bedingungen und daran, ob Kartenspiele dort überhaupt angerechnet werden.
Wie oft kommt ein Royal Flush wirklich?
Direkt ausgeteilt steckt er in vier von 2.598.960 möglichen Blättern. Mit gezieltem Halten und Tauschen steigt die Häufigkeit auf etwa eine Hand in vierzigtausend bei fehlerfreier Spielweise. Für eine normale Sitzung bedeutet das: planbar ist dieses Ereignis nicht.
Wirkt sich die Einsatzsteuer auf meinen Gewinn aus?
Direkt vom Gewinn wird sie nicht abgezogen, denn geschuldet wird sie vom Anbieter und bemessen an den Einsätzen. Mittelbar beeinflusst sie jedoch, welche Titel und welche Tabellen in Deutschland wirtschaftlich angeboten werden. Deshalb lohnt der Blick in die Tabelle vor Ort mehr als jede internationale Vergleichsliste.
Welche Variante hat den niedrigsten Hausvorteil?
In der Theorie die vollständigen, ungekürzten Tabellen, insbesondere Fassungen mit Jokern, deren gerechneter Wert um hundert Prozent liegt. In der Praxis sind solche Tabellen selten, und sie verlangen eine eigene, strengere Spielweise. Eine gekürzte Fassung derselben Variante kann deutlich schlechter abschneiden als eine klassische Grundform.